Geschichte

Eine Urnennische, auf der der Name des Verstorbenen nicht mehr zu lesen ist.

Noch am Ende des 19. Jahrhunderts war die Kremation vor allem aus religiösen Gründen heftig umstritten. Sie widerspreche dem Glauben an die leibliche Auferstehung, wurde argumentiert. Mitgliedern der katholischen Kirche war es deshalb nicht erlaubt, sich nach dem Tod einäschern zu lassen.

Die Vertreterinnen und Vertreter von Medizin und Naturwissenschaften hingegen plädierten für die Kremation. Sie befürchteten, dass Erdbestattungen Boden und Grundwasser verunreinigen könnten und so der Verbreitung von Seuchen Vorschub leisteten. Auch die wachsende Platznot auf den Friedhöfen sprach für die Kremation: Auf zehn Quadratmeter Boden finden 200 Urnen, aber nur vier Särge Platz. Auch die Angst, bei lebendigem Leib begraben zu werden, war für viele ein Grund, sich für die Einäscherung zu entscheiden.

Dass 1896 auf dem damaligen Horburgfriedhof ein Krematorium gebaut wurde, ist vor allem einer Gruppe von Privatpersonen zu verdanken, die Geld für einen Ofen gesammelt hatten.

Seit 1963 erlaubt auch die katholische Kirche die Einäscherung. Und seit Mitte der 1970er Jahre werden Verstorbene, deren Bestattungswunsch nicht bekannt ist, eingeäschert.

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Technische Informationen

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