Dachbegrünungen

Dachbegrünungen ergänzen und vergrössern die Grünflächen. Sie verbessern zudem das Stadtklima.

Die städtische Nutzungsdichte lässt oft nur wenig Raum für grosszügige Grünflächen zu. Bezieht man Wände und Dächer von Gebäuden jedoch als potentielle «Grünflächen» mit ein, eröffnen sich neue Möglichkeiten. Fassaden und Flachdächer besitzen ein grosses Potential für lebendiges Grün. Kletterpflanzen und extensive Dachbegrünungen, aber auch intensiver genutzte und gestaltete Dachgärten und Terrassen geben der Natur willkommene Entfaltungsmöglichkeiten. Sie verbessern das Stadtklima und beherbergen mitunter eine vielfältige Fauna und Flora. Für das Haus wirkt die Begrünung wie eine schützende Decke, die im Winter isoliert und im Sommer kühlt.

Extensive Dachbegrünungen

Eine dünne Substratschicht, z. B. aus Kies ist für extensive Dachbegrünungen ausreichend. Je nach Zusammensetzung des Substrats kann auf eine Drän- und Filterschicht verzichtet werden. Die bestehende Dachabdichtung sollte in jedem Fall mit einer speziellen Schutzschicht vor Durchwurzelung bewahrt werden.

In heissen Sommermonaten kann die dünne Substratschicht vollständig austrocknen, was für viele Bodentiere den Tod bedeutet. Durch die Einrichtung von kleinen Hügeln entsteht eine grössere Vielfalt an Kleinlebensräumen, die von mehr Pflanzen- und Tierarten genutzt werden können als bei ausnivellierten Flächen.

Das Saatgut sollte möglichst aus einheimischen Arten zusammengesetzt sein, deren Samen aus regionalen Stämmen gewonnen wurden. Sie können jedoch auch ganz auf eine Ansaat verzichten und sich einfach überraschen lassen. So oder so braucht eine extensive Dachbegrünung Geduld, auch bei Ansaat ist im ersten Jahr mit einem Bedeckungsgrad von 30 bis 50 Prozent zu rechnen.

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