Freiraumentwicklung in Basel
Zur Geschichte
Die hochmittelalterliche Basler Kernstadt innerhalb des Mauerrings von 1200 ist bis heute arm an öffentlichen Grünflächen. Immerhin sind Bäume auf der Pfalz und dem «kleinen Münsterplatz» schon zur Zeit des Konzils von Basel (1431-1449) bezeugt. Der im Mittelalter beliebteste Tummel- und Festplatz, der Petersplatz, wies zwar schon früh (seit 1277) einen Baumbestand auf, lag aber bis gegen 1400 ausserhalb der Stadtmauern. Allerdings hatten die Stadtbewohner damals kaum Gelegenheit für Erholung und Freizeit, wie wir sie heute kennen. Wer in jener Zeit dennoch Zerstreuung im Grünen suchte, fand diese unmittelbar vor den Toren der Stadt: in den Feldern und Rebgärten, auf den Allmendweiden. Die Menschen empfanden damals das freie Land und damit die Natur indessen eher als bedrohlich und wenig einladend. Freizeit und Erholung als Bedürfnisse breiter Bevölkerungskreise sind Erscheinungen der Zeit der Aufklärung und der beginnenden Industrialisierung.
Abbruch der Stadtbefestigungen
Die mittelalterlichen Schanzen und Wälle der äusseren Stadtbefestigung wurden im 17. Jahrhundert noch notdürftig ergänzt, hatten aber ihre militärische Bedeutung schon damals verloren. Ab 1860 wurden die Stadtbefestigung von Basel grösstenteils abgebrochen und die Gräben aufgefüllt. Dank der Weitsicht der damaligen Behörden entstand an deren Stelle nach dem Gutachten des Münchner Hofgärtners Karl von Effner ein Ring von öffentlichen Anlagen und Promenaden mit Bäumen, Sträuchern und Rasenflächen, so z.B. die St. Albananlage.
Daneben entstanden im 18. und frühen 19. Jahrhundert zahlreiche private Villengärten und Parks, die wohlhabende Bürger im französischen oder englischen Stil vor allem auf dem Gellert und in Kleinbasel gegen Riehen angelegt hatten.
Ankauf und Umwidmung
Durch den Ankauf einzelner privater Anlagen durch die Stadt stieg die Zahl der für die Allgemeinheit zugänglichen Parkflächen stetig. So wurden zum Beispiel der Margarethenpark im Jahre 1896 und die Solitude 1924 erworben.
Andere Freiräume entstanden durch die Aufgabe bisheriger Nutzungen. Auf dem inneren Teil der Schützenmatte, früher Schiessplatz und Festwiese, wurde 1899 der Schützenmattpark gestaltet. Als Folge der Eröffnung des Zentralfriedhofs am Hörnli im Jahre 1932 wurden mit Ausnahme des Wolfgottesackers alle bisherigen Friedhöfe aufgehoben. Nach Ablauf der Grabruhe entstanden so die Rosentalanlage, der Kannenfeldpark, und der Horburgpark aber auch der Botanische Garten am Spalentor. Verschiedene dieser Anlagen beherbergen auch wertvolle Sammlungen exotischer Gehölze.
Gefahren und Chancen
Die Fläche der öffentlichen Parkanlagen nahm allerdings nicht immer zu; es gab, besonders in neuerer Zeit, auch Verluste. Vor allem für Strassenbauten wurden Grünanlagen arg beschnitten und kleinere, namenlose Anlagen sogar ganz aufgehoben. Andererseits bietet die Bautätigkeit und die zunehmende Umnutzung und Neuplanung ganzer Quartiere aber auch vermehrt Chancen für die Gestaltung neuer Freiräume und Anlagen wie z.B. auf dem ehemaligen Bahnareal der Erlenmatt.
Die Parkanlagen erhalten
Eine wichtige Aufgabe der Stadtgärtnerei ist somit, die öffentlichen Freiräume und Parkanlagen zu erhalten. Mit einem gezielten Unterhalt und intensiver Pflege des Baumbestandes, sind wir bestrebt, ein vielfältiges, freundliches und belebtes Angebot für die Menschen in Basel anzubieten.
Zur Geschichte
Die hochmittelalterliche Basler Kernstadt innerhalb des Mauerrings von 1200 ist bis heute arm an öffentlichen Grünflächen. Immerhin sind Bäume auf der Pfalz und dem «kleinen Münsterplatz» schon zur Zeit des Konzils von Basel (1431-1449) bezeugt. Der im Mittelalter beliebteste Tummel- und Festplatz, der Petersplatz, wies zwar schon früh (seit 1277) einen Baumbestand auf, lag aber bis gegen 1400 ausserhalb der Stadtmauern. Allerdings hatten die Stadtbewohner damals kaum Gelegenheit für Erholung und Freizeit, wie wir sie heute kennen. Wer in jener Zeit dennoch Zerstreuung im Grünen suchte, fand diese unmittelbar vor den Toren der Stadt: in den Feldern und Rebgärten, auf den Allmendweiden. Die Menschen empfanden damals das freie Land und damit die Natur indessen eher als bedrohlich und wenig einladend. Freizeit und Erholung als Bedürfnisse breiter Bevölkerungskreise sind Erscheinungen der Zeit der Aufklärung und der beginnenden Industrialisierung.
Abbruch der Stadtbefestigungen
Die mittelalterlichen Schanzen und Wälle der äusseren Stadtbefestigung wurden im 17. Jahrhundert noch notdürftig ergänzt, hatten aber ihre militärische Bedeutung schon damals verloren. Ab 1860 wurden die Stadtbefestigung von Basel grösstenteils abgebrochen und die Gräben aufgefüllt. Dank der Weitsicht der damaligen Behörden entstand an deren Stelle nach dem Gutachten des Münchner Hofgärtners Karl von Effner ein Ring von öffentlichen Anlagen und Promenaden mit Bäumen, Sträuchern und Rasenflächen, so z.B. die St. Albananlage.
Daneben entstanden im 18. und frühen 19. Jahrhundert zahlreiche private Villengärten und Parks, die wohlhabende Bürger im französischen oder englischen Stil vor allem auf dem Gellert und in Kleinbasel gegen Riehen angelegt hatten.
Ankauf und Umwidmung
Durch den Ankauf einzelner privater Anlagen durch die Stadt stieg die Zahl der für die Allgemeinheit zugänglichen Parkflächen stetig. So wurden zum Beispiel der Margarethenpark im Jahre 1896 und die Solitude 1924 erworben.
Andere Freiräume entstanden durch die Aufgabe bisheriger Nutzungen. Auf dem inneren Teil der Schützenmatte, früher Schiessplatz und Festwiese, wurde 1899 der Schützenmattpark gestaltet. Als Folge der Eröffnung des Zentralfriedhofs am Hörnli im Jahre 1932 wurden mit Ausnahme des Wolfgottesackers alle bisherigen Friedhöfe aufgehoben. Nach Ablauf der Grabruhe entstanden so die Rosentalanlage, der Kannenfeldpark, und der Horburgpark aber auch der Botanische Garten am Spalentor. Verschiedene dieser Anlagen beherbergen auch wertvolle Sammlungen exotischer Gehölze.
Gefahren und Chancen
Die Fläche der öffentlichen Parkanlagen nahm allerdings nicht immer zu; es gab, besonders in neuerer Zeit, auch Verluste. Vor allem für Strassenbauten wurden Grünanlagen arg beschnitten und kleinere, namenlose Anlagen sogar ganz aufgehoben. Andererseits bietet die Bautätigkeit und die zunehmende Umnutzung und Neuplanung ganzer Quartiere aber auch vermehrt Chancen für die Gestaltung neuer Freiräume und Anlagen wie z.B. auf dem ehemaligen Bahnareal der Erlenmatt.
Die Parkanlagen erhalten
Eine wichtige Aufgabe der Stadtgärtnerei ist somit, die öffentlichen Freiräume und Parkanlagen zu erhalten. Mit einem gezielten Unterhalt und intensiver Pflege des Baumbestandes, sind wir bestrebt, ein vielfältiges, freundliches und belebtes Angebot für die Menschen in Basel anzubieten.
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