Slacklining

 Slacklining erfordert viel Geschick. Das Balancieren auf einem dünnen Seil benötigt viel Übung und Geduld.

Slacklining und Baumschutz gehen Hand in Hand. Mit Slacklining hat eine neue Trendsportart die Basler Parkanlagen erreicht. Unsere Schutzmassnahmen zeigen, wie Schäden an Bäumen vermieden werden können.

Grundsätzlich begrüssen wir die spielerische und sportliche Nutzung der Parkanlagen.

Trotzdem machen wir uns als Verantwortliche für das Stadtgrün Sorgen um die Bäume, die bei unsachgemässer Anwendung der gespannten Gurte Schaden nehmen können. Um das Slacken weiterhin zulassen zu können, bitten wir deshalb dringend, die in unserem Informationsblatt aufgeführten Schutzmassnahmen einzuhalten. Damit wünschen wir allen ein vergnügliches Slacken und weiterhin gesunde Bäume.

So schützen Sie die Bäume beim Slacken

  1. Wahl des Baumes. Befestigen Sie die Leinen nur an Bäumen, die mindestens so dick sind, dass Sie sie nur knapp ganz umarmen können. Der Stammumfang muss mindestens 120 cm, der Durchmesser mindestens 40 cm messen.
    Und wählen Sie nur Bäume mit dicker schuppiger Borke, wie zum Beispiel Eichen, Eschen, Rosskastanien. Denn bei Bäumen mit feiner Borke liegen die empfindlichen Gewebe unter einer nur sehr dünnen Rindenschicht. Drückt die Slackline darauf, können sie deshalb schon bei kleiner Spannung Schaden erleiden. Besondere Vorsicht ist in den Monaten von Januar bis Mai erforderlich. Wegen der Bildung von jungem Bast in dieser Zeit sind die Bäume besonders empfindlich. 
  2. Druckbelastung gering halten. Durch die Zuglast der Slackline entsteht unter der Befestigungsleine ein Druck auf die Baumrinde und die darunter liegenden empfindlichen Gewebe. Um diesen Druck auf eine möglichst grosse Fläche zu verteilen muss die Befestigungsgurte mindestens 10cm breit sein und flach auf der Borke aufliegen. Idealerweise wird eine doppelte Gurte verwendet und deren beiden Teile auf dem Stamm aufgefächert. So entsteht die doppelte Auflagefläche und der Druck wird dadurch halbiert
  3. Befestigung nur mit Stammschutz. Unterlegen Sie die Befestigungsgurte der Slackline mit einem polsternden Abriebschutz, der rund um den Baum reicht, damit die Rinde durch die Bewegung der Leine nicht verletzt wird. Achten Sie darauf, dass die Verankerungsleine auf dem Schutz und nicht der Schutz auf der Borke reibt. Der Schutz muss mindestens 3 mm dick sein und ausreichend breit sein. Durch die Bewegung der Slackline darf keine Reibung auf dem Stamm entstehen.
  4. Keine Würgeschlingen. Die Slackline darf nicht direkt um den Baum gewickelt und durch die Endschlinge gezogen werden, weil sich so durch den Zug auf die Leine die Schlinge zuziehen würde. Legen Sie eine separate Befestigungsgurte um den Baum, schliessen Sie die Enden mit einem robusten Stahlhaken und befestigen Sie daran die Slackline. Der Winkel zwischen den Enden der Befestigungsgurte sollte 45-90 Grad messen.
  5. Rücksicht auf Parkbesucher/-innen. Nehmen Sie Rücksicht auf andere Besucherinnen und Besucher der öffentlichen Anlagen. Spannen Sie die Slackline nicht über Wege. Behalten Sie ihre Installation immer unter Aufsicht und entfernen Sie sie, sobald sie nicht mehr gebraucht wird.
  6. Ordnung. Entfernen Sie am Schluss Ihre Einrichtung komplett und hinterlassen Sie den Ort sauber und ordentlich.
  7. Haftung. Die Slacker üben ihren Sport in eigener Verantwortung aus. Bei Verletzungen von Beteiligten oder Unbeteiligten lehnt die Stadtgärtnerei jede Haftung ab.
    Die Stadtgärtnerei beobachtet die Auswirkungen des Slacklinen auf die Bäume weiterhin aufmerksam. Sollten Probleme oder Schäden auftreten, wird sie zum Schutz der Bäume mit weiteren Massnahmen und Informationen reagieren.

nach oben