Nachtigallenwäldeli

Das Nachtigallenwäldeli wurde aufgewertet und zeigt sich seit Mitte 2017 in einem neuen Kleid: Die Neugestaltung des Grünraums zwischen Zoo-Parkplatz und Heuwaage wurde mit einem Projekt des Tiefbauamtes im Bereich des Heuwaage-Parkplatzes koordiniert, um so gleichzeitig Massnahmen für einen besseren Hochwasserschutz zu realisieren.

Neugestaltung Nachtigallenwäldeli

Plan des zukünftigen Nachtigallenwäldelis.
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Plan des seit Mitte 2017 eingeweihten Nachtigallenwäldelis

Während zwei Jahren gestaltete die Stadtgärtnerei Basel das Nachtigallenwäldeli zwischen Zolli und Heuwaage nach Plänen des Solothurner Landschaftsarchitektürbüros David & von Arx neu. Entstanden ist ein insgesamt 16‘000 Quadratmeter grosser Stadtpark. Der frühere Durchgangsort erstrahlt seit Mitte 2017 als vielfältig nutzbare Grünanlage mit hohen Aufenthalts- und Erholungsqualitäten.

Zusammengefasst lässt sich das neue Nachtigallenwäldeli als grösser, grüner, heller und sicherer bezeichnen: Während normalerweise Grün für Neubauten weichen muss, konnte die Stadtgärtnerei den Grünstreifen am rechten Ufer des Birsigs sogar um eine Fläche von 6‘500 Quadratmetern Fläche vergrössern. Ein Gebäude wurde zugunsten des Parks abgerissen und das Parkdeck bei der Heuwaage wurde entfernt, um den bis anhin eingedolten Birsig offenzulegen.

Das erweiterte Wegenetz nimmt die Wegführung des zoologischen Gartens auf. Die Wege verlaufen neu netzartig – aus der Vogelperspektive sieht die Wegstruktur wie das Fellmuster einer Giraffe aus. Drei neue Stege verbinden die beiden Parkseiten miteinander und stellen so sicher, dass die Grünanlage als Ganzes wahrnehmen wird. Zusätzliche Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein.

Die Stadtgärtnerei ersetzte dreissig Bäume und pflanzte zusätzlich 15 neue. So frischen 45 Jungbäume den bestehenden Baumbestand auf. Die Bäume sind so angeordnet, dass sie gleichzeitig viel Licht durchlassen und bei den Sitzbänken Schatten spenden. So erhält der Ort wieder den Charakter des «Wäldeli» zurück. Eine durchgehende Beleuchtung stellt sicher, dass die Grünanlage bei Dunkelheit überschaubar bleibt. Geschickt platzierte Lampen gewähren auch bei Dämmerung und in der Nacht gute Sicht.

Hereinspaziert - so präsentiert sich das Nachtigallenwäldeli heute

Hochwasserschutz

Das Tiefbauamt nutzte die Gelegenheit, den Hochwasserschutz zu verbessern und die Abflusskapazität des Birsig zu erhöhen.

Der Birsig ist durch das Nachtigallenwäldeli auf einer Strecke von rund 550 Metern offen geführt. Ab der Munimattbrücke - unter der Innenstandt bis zum Rhein - war er bis anhin eingedolt. Die Naturschutz- und Fliessgewässerkonzepte der Stadt Basel fordern für den offen geführten Bereich eine ökologische Aufwertung des Bachlaufes. Eine eigentliche Revitalisierung, wie sie bei der Wiese oder der Birs erfolgte, lässt sich aufgrund der tiefen Lage des Birsigs und seiner Nähe zum nur wenig darunter liegenden Grundwasser nicht verwirklichen. Um den Anforderungen der Naturschutz- und Fliessgewässerkonzepte dennoch gerecht zu werden, wird im Bereich der Heuwaage das Parkdeck abgebrochen und der eingedolte Birsig zwischen Munimattbrücke und Aubergbrücke offengelegt. Die Unterführung Lohweg wird so zur attraktiven Fussverbindung vom Nachtigallenwäldeli in die Innenstadt.

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