Aufgaben & Ziele

© D.Labhardt

Die Stadtgärtnerei baut in den nächsten Jahren auf der Erlenmatt in mehreren Etappen gesamthaft rund 5.7 Hektaren neue Grünanlagen: den ‚Erlenmattpark’ und die Grünfläche ‚im Triangel’. Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofareals entsteht so - inmitten modernster Wohn- und Gewerbebauten - ein neuer, vielfältig nutzbarer Freiraum. Das Erlenmatt-Quartier wird rund um die grüne Parkanlage kontinuierlich wachsen und sich entwickeln und die Grünflächen sollen sich entsprechend den daraus neu entstehen Bedürfnissen entwickeln. Die erste Bauetappe – rund die Hälfte der künftigen Parkanlage - wurde im Frühjahr 2011 fertiggestellt und der Bevölkerung übergeben.

Besonders viel Wert wird auf die Freiräume gelegt, die nicht nur den gestalterischen Ansprüchen genügen werden. Sie sollen möglichst für ein breites Publikum zugänglich sein und die Lebensqualität in einem mit Grünräumen unterversorgten Quartier verbessern.

Unterschiedlichste Bedürfnisse und Anforderungen

Die Grünflächen auf der Erlenmatt haben unterschiedlichste Bedürfnisse und Anforderungen zu erfüllen: sie sollen ein attraktives Umfeld für die neuen Wohnungen und Arbeitsplätze bieten und gleichzeitig Natur-, Freizeit- und Erholungsraum sein. Gleichzeitig verbinden die Parkanlagen das Kleinbasel mit dem Naherholungsgebiet Lange Erlen. Dies alles unter Berücksichtigung des Naturschutzes, welcher auf dem Erlenmattareal einen hohen Stellenwert einnimmt. 35'000 Quadratmeter des Parks werden als Naturschutz- bzw. Naturschonzone ausgewiesen und bieten damit Raum für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Die Gestaltungsidee der Grünanlagen beruht auf dem städtebaulichen Wettbewerbsbeitrag von Raymond Vogel Landschaftsarchitekten aus Zürich. Grosse, offene Wiesenflächen stehen im Wechselspiel mit mehreren baumbepflanzten Bereichen, in welchen unterschiedliche Ausstattungs- und Nutzungselemente angeordnet sind. Die Grünflächen spielen mit der Topographie, schaffen durch ein Spiel von Ebenen vielfältige Räume. Durch die Wiederverwendung von Materialien der ehemaligen Bahnutzung kann der alte Bahnbetrieb in der Gestaltung der Parkanlagen in Spuren sichtbar bleiben.

Der Schweizer Heimatschutz zeichnete den Erlenmattpark mit dem Schulthess-Gartenpreis 2013 aus. Der Gartenpreis würdigt die subtile Gestaltung des neuen Quartierparks, der es schafft, Lebensräume für Mensch und Natur zu vereinen. Gleichzeitig lobt der Schweizer Heimatschutz die weitsichtige Strategie des Kantons Basel-Stadt als Bauherr, der mit seiner grossflächigen Freiraumplanung dem Erlenmattquartier eine neue Identität verleiht.