Fragen und Antworten

„Landhof für alle“: Häufig gestellte Fragen zum Projekt und Projektstand

Wo steht das Projekt aktuell? Was ist der Stand?

Im Mai 2013 hat eine breit abgestützte Jury einstimmig ein vielversprechendes Projekt für die Neugestaltung des Landhofs (Grünfläche, Gebäude, Spielplatz etc.) ausgewählt. Dieses Sieger-Projekt diente als die Basis für die weitere Planung, denn es waren noch nicht alle Punkte und Inhalte fixiert. Bei der Wahl des Siegerprojekts hat die Jury unter anderem angemerkt, dass verschiedene Aspekte zu überdenken wären. So waren beispielsweise die Lage des Kinderspielplatzes oder der Ort für «Urban Gardening» noch nicht definitiv festgelegt.

Die Projektverantwortlichen der Stadtgärtnerei haben 2014 gemeinsam mit den Architekten, Landschaftsarchitekten und Projektbeteiligten das jurierte Projekt überarbeitet und dieses den Alltagsbedürfnissen der künftigen Nutzer angepasst. Dabei wurden sie von Vertretern aus der Begleitgruppe unterstützt (Details dazu die Medienmitteilung vom 30.10.2013). Das Projekt wurde im Frühjahr 2018 an den Grossen Rat überwiesen und dem Quartier in einer öffentlichen Informationsverantraltung im April 2018 präsentiert.

Wie sieht das Projekt eigentlich genau aus? Gibt es genügend Grünflächen für uns Baslerinnen und Basler?
Die vorgesehene Planung geht sanft mit dem bestehenden Landhof um: Das Siegerprojekt des Winterthurer Büros «Rotzler Krebs Partner gmbh (heute Krebs Herde Landschaftsarchitekten)» und Märkli Architekt Zürich (heute Studio Märkli) sieht für den künftigen Landhof viel Grün- und Freiraum vor. So bleibt beispielsweise die Rasenfläche nahezu in ihrer heutigen Grösse erhalten – „Fussballgrümpeli“-Turniere und Fribee sind also auch in Zukunft möglich. Ebenfalls erhalten bleiben die beliebten Stehrampen. Die heutige Tribüne muss aus Sicherheitsgründen ersetzt werden. An ihrer Stelle wird es einen attraktiven, flexibel und vielfältig nutzbaren Pavillon geben, der allen zur Verfügung stehen, und als künftiger Treffpunkt für die Anwohnenden und fürs Quartier den Landhof positiv beleben wird.

Der Pavillon ist mit der für den Ballsport und für andere Sportarten notwendigen Infrastruktur ausgerüstet: Es gibt grosszügige Garderoben mit abschliessbaren Garderobenkästen, Duschen und WC. Nach einem wohlverdienten Sieg – oder auch nach einer Niederlage - kann man sich bei der Buvette im Pavillon den Durst löschen.

Im Pavillon ist auch ein öffentlicher Saal - ähnlich dem Igelsaal im Kannenfeldpark - vorgesehen (Grösse ca. 97 m2), den man z.B. für Familienfeste oder Vereinsanlässe mieten kann. Zudem bietet die zu beiden Seiten überdachte Veranda des Pavillons, mit insgesamt 360m2 Fläche, viel Platz und erlaubt, dass die verschiedensten Anlässe bei jedem Wetter stattfinden können. Nebst dem öffentlichen Saal sind auch Räume für die offene Kinderarbeit vorgesehen. Rund um den Pavillon finden Kinder auf einem grosszügigen Natur-Spielplatz ganz viele verschiedene Möglichkeiten. Auch der heutige Gemeinschaftsgarten des Vereins „Urban Gardening“ bleibt erhalten und wird sogar weiterentwickelt und leicht vergrössert.

Warum dauert diese Planung so lange? Wir haben im März 2010 abgestimmt und es ist auf dem «Landhof» noch nichts passiert!

Das Projekt Landhof ist ein komplexes Projekt, es sind daran sehr viele verschiedene Akteure beteiligt. Nach der Volksabstimmung musste zuerst das Areal umgezont (Details dazu Medienmitteilung vom 5.7.2012) und ein Planungskredit für die Durchführung des Wettbewerbs (und für die anfallenden Unterhaltskosten) durch den Grossen Rat genehmigen werden. Mit diesen Grundlagen wurde das Projekt weiter vorangetrieben. So konnte die Stadtgärtnerei im Mai 2013 die öffentliche Jurierung des Wettbewerbs durchführen (Details dazu Medienmitteilung vom 7.5.2013).

Wie ist es zum vorliegenden Projekt gekommen? Was sind die Ziele?

Für den Wettbewerb haben die Stadtgärtnerei und Begleitgruppe Landhof die zu erreichenden Ziele formuliert. Diese Ziele waren die Basis für das Projekt und bildeten die Wettbewerbsvorgaben. Beispielsweise wurde festgelegt, dass der Landhof ein Ort für Jung und Alt mit ganz unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten sein soll. Insbesondere soll er ein breites Angebot für Kinder, Familien und für Quartieraktivitäten bereitstellen. Weiter soll die künftige Gestaltung die Vielfalt und den Reichtum der Natur respektiert. 
Diese Ziele bildeten verbindliche Vorgaben für den Wettbewerb. Die Jury hat die eingereichten Wettbewerbs-Projekte beurteilt und überprüft, ob damit diese Ziele erreicht werden.

Warum muss die Tribüne weg?
 Wie wird sie ersetzt?
Die Tribüne aus dem Jahr 1951 ist alt und baufällig. Die zur Tribüne gehörenden Räumlichkeiten werden noch immer benutzt. Um niemanden vor die Türe stellen zu müssen, wurden einige Reparaturen ausgeführt, damit die Sicherheit immer gewährleistet ist. Trotzdem muss die Tribüne aber dringend ersetzt werden. An ihrer Stelle entsteht ein neues öffentlicher Pavillon für alle, der viele unterschiedliche Nutzungsformen zulässt.

Darf weiterhin auf dem «Landhof» Fussball gespielt werden?

Ja! Denn auf dem künftigen Landhof wird es genügend Platz – auch für Fussballspiele – geben. Auch zukünftig ist eine Fläche in der Grösse eines Fussballfeldes vorgesehen. So wird es auch weiterhin möglich sein, dort der Freude am Fussball freien Lauf zu lassen – sowohl für spontane Matches von Quartierbewohnern als auch für andere Spiele.

Ist der Landhof für alle da oder nur für ein paar Wenige gemacht?

Der neu gestaltete Landhof ist eine öffentliche Grünanlage und für alle da.

Weiss ein Planer-Team aus Winterthur eigentlich, was wir in Basel für eine Grünanlage brauchen und welche Bedeutung der «Landhof» für uns hat?

Das Planer-Team ist fachlich kompetent und breit abgestützt. Wichtig zu wissen ist auch, dass am Projekt nicht nur die Planer des Winterthurer Büros «Krebs Herde Landschaftsarchitekten» und Studio Märkli Zürich mitwirken. Ebenfalls am Projekt beteiligt ist der Basler Planer und Soziologe, Philippe Cabane, der sich in Basel einen Namen mit seinem Engagement im Rahmen der erfolgreichen Zwischennutzungen der Erlenmatt gemacht hat. Zudem wird das Planerteam bei ihren Arbeiten von der Begleitgruppe Landhof unterstützt, deren Mitglieder (Anwohnenende, Quartierbewohner, Nutzer, etc.) sich bereits seit vielen Jahren für die künftige Entwicklung des Areals engagieren. In der Begleitgruppe nahmen auch Vertreter des Sportmuseums Schweiz, des Vereins Vision Landhof sowie weitere Vertreter der offenen Kinder- und Jugendarbeit Einsitz.

Beeinträchtigt das geplante Quartierparking Landhof das Grundwasser?
Das geplante Quartierparking mit ca. 200 Einstellplätzen soll nur eingeschossig werden, ca. 4 m tiefer als das Sportrasenfeld. Der Grundwasserspiegel liegt über 5 m tiefer als das Quartierparking, somit kommt es zu keinen Beeinträchtigungen während der Bauarbeiten.

Muss für den Bau des Quartierparkings der Gemeinschaftsgarten Landhof weichen?
Die Ein- und Ausfahrt des Quartierparking Landhof ist über den Eingang Wettsteinallee vorgesehen. Von hier aus werden auch die Baustellenfahrzeuge zu- und wegfahren. Somit wird der Gemeinschaftsgarten mit dem Bau des Quartierparkings nicht beeinträchtigt. Einzig die alte Garage hinter dem Eingang Riehenstrasse wird abgebrochen. Dafür bekommt der Gemeinschaftsgarten einen neuen Schopf für Geräte, Unterstand und Wasseranschluss.

Ist für das Projekt "Ein Landhof für Alle" eine Kindermitwirkung geplant?
Sobald der Grosse Rat das Projekt Landhof bewilligt hat und kein Referendum ergriffen wird, beginnt das Kinderbüro Basel zusammen mit der Stadtgärtnerei ein Mitwirkungsverfahren mit den Kindern aus dem Quartier zur Gestaltung des Kinderspielbereiches. Die Ergebnisse werden beim Bau des neuen Kinderspielbereiches berücksichtigt.
 

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