Russrindenkrankheit

Russrindenkrankheit an einer Kastanie

Die Russrindenkrankheit an Ahorn wird durch einen Pilzerreger (Cryptostroma corticale) ausgelöst.

Russrindenkrankheit an Ahorn

ACHTUNG GESUNDHEITSGEFÄHRDUNG!

Bergahron (Acer pseudoplatanus) und Spitzahorn (Acer platanoides) sind in Basel am häufigsten betroffen. Der Pilz kann aber auch weitere Ahornarten befallen und absterben lassen. Das Holz befallener Ahorne wird schnell brüchig. Von daher können befallene Bäume eine grosse Gefahr darstellen. Ausserdem bildet der Pilz viele Sporen aus. Werden diese eingeatmet, kann es zu einer Reizung der Atemwege kommen, bis hin zu einer Lungenentzündung. Atemnot, Husten, Schüttelfrost und Fieber sind entsprechende Krankheitssymptome beim Menschen. Diese treten typischerweise erst einige Stunden nach dem Pilzsporenkontakt auf. Besonders gefährdet sind jene Menschen, die direkt mit den befallen Bäumen in Kontakt kommen, etwa im Rahmen von Schnitt- und Fällarbeiten. Durch solche Arbeiten werden weitere Sporen freigesetzt. Fällungen dürfen deshalb nur mit erweiterter Schutzausrüstung (Atemschutz FFP3, Ganzkörperschutzanzug, Handschuhen) erfolgen.

Die Russrindenkrankheit an Ahorn tritt in Basel seit dem Jahr 2018 auf. Durch die Hitze und Trockenheit der letzten Sommer, nahm sie 2019 deutlich zu. Bei der Russrindenkrankheit handelt es sich um keinen Quarantäneschadorganismus. Dennoch kann wegen des brüchigen Holzes und den gesundheitsschädlichen Pilzsporen ein Handlungsbedarf bestehen, wobei folgendes gilt: Baumeigentümer sind für die Sicherheit ihrer Bäume selber verwantwortlich.

Weiterführende Links

www.waldwissen.net

Russrindenkrankheit an Ahorn Zoom

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