Claramatte

Die im Sommer 2019 sanierte Claramatta mit neuer Kindertankstelle

Die Claramatte in Kleinbasel ist als Spiel- und Begegnungsort sehr beliebt und entsprechend gut besucht. Die Stadtgärtnerei sanierte 2019 die Grünanlage komplett, gleichzeitig löst die neue Kindertankstelle des Basler Architekten Caesar Zumthor den früheren Container ab. Hauptattraktion ist der Kinderspielplatz, der in Form von offenen Spielbereichen den Rahmen der Anlage bildet. Er besteht aus einer burgähnlichen Anlage mit Brücken und einem Kletterturm, Rutschbahnen, Seilbahnen, einem Bolzplatz und anderen Geräten. Weitere Attraktionen sind das Planschbecken mit Wasserfontäne sowie die Kindertankstelle mit Spielzeugverleih.

Sanierte Grünanlage

Die Stadtgärtnerei sanierte im 2019 die Grünanlage. Sie überholte sämtliche Wege und verbesserte im Hinblick auf die immer heisser werdenden Sommer die Baumstandorte. Zudem sorgt die Stadtgärtnerei mit diversen Anpassungen für noch mehr Spielspass, beispielsweise ergänzte sie auf vielfachen Wunsch das Fussballfeld mit einem Ballfang. Weiter installierte die Stadtgärtnerei acht Unterflurcontainer mit einem Fassungsvermögen von je tausend Litern und entfernte die herkömmlichen Abfalleimer.
 

Neue Kindertankstelle

Die neue Kindertankstelle des Basler Architekten Caesar Zumthor löst den als Provisorium gebauten Container aus dem Jahre 2006 ab. Der Neubau umfasst 65 Quadratmeter und beherbergt die Robi-Spiel-Aktionen, einen  Spielzeugverleih sowie eine Buvette für kalte und warme Getränke, Glacés und kleine Snacks. Wiederum verfügt die Kindertankstelle über ein WC nur für Kinder, das von aussen zugänglich ist. Die Planung und Realisation erfolgte durch das Hochbauamt des Bau- und Verkehrsdepartements im Auftrag des Erziehungsdepartements.
 

Geschichte der Claramatte

Die Claramatte entstand aus einem Teil des einstigen Frauenklosters St. Clara. Ab 1820 wurde die in einer Mulde liegende Wiese im Sommer als Turnplatz und im Winter als Eisbahn genutzt. 50 Jahre später wurde die Mulde eingeebnet und 1872 als Square nach englischem Vorbild angelegt. In den Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts wurden die Längsseiten der Anlage abgeschnitten und in Parkplätze umgewandelt. Alte Parkbäume standen nun zwischen parkenden Autos. Die unattraktive Gestaltung, ein überalterter Baumbestand und der hindernisreiche Zugang führten zunehmend zu Nutzungsproblemen. Im Jahr 2000 führte die Christoph Merian Stiftung (CMS) unter fünf eingeladenen Büros einen Studienauftrag zur Aufwertung und Erweiterung der Anlage durch. Auch Vertreter des Quartiers wurden hinzugezogen. Aus dem Wettbewerbsverfahren ging das Projekt des Landschaftsarchitekturbüros Raderschall in Meilen als Sieger hervor. Das Wettbewerbsprojekt sah eine Verbreiterung der Claramatte entlang der Drahtzug- und der Klingentalstrasse vor, wodurch die Grünanlage um 1600 m² auf rund 10‘000 m² vergrössert wurde. Dafür wurden 154 Parkplätze aufgehoben. Der Bau eines unterirdischen Quartier-Parkhauses 2004 kompensierte den Verlust dieser Parkflächen. Der Umbau der Claramatte begann im Oktober 2005 und konnte im Sommer 2006 abgeschlossen werden. Die Neugestaltung der Claramatte kostete rund 3.5 Millionen Franken und wurde durch die Christoph Merian Stiftung (CMS) finanziert.

 

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